Wissenswertes über die Allenspach

Die schriftlich dokumentierten Ursprünge der Allenspach Familie reichen bis ins frühe dreizehnte Jahrhundert zurück. Es ist die Zeit, in der auch Nichtadelige, vor allem Bürger von Städten, sich einen Geschlechtsnamen zulegten. Im Jahr 1215 wird Cunradus de Alospach, Bürger von Ueberlingen , erwähnt, im Jahr 1262 Hainricus de Alospach in Konstanz. Er ist als Ritter bezeichnet, einer der wenigen Adeligen der Allenspach Familie. Im vierzehnten Jahrhundert breiten sich die Konstanzer Allenspach in den benachbarten Thurgau aus. Die deutschen Namensträger verschwinden allmählich; die letzten Konstanzer Allenspach lebten im neunzehnten Jahrhundert (Allenspacher Xaver, Schreinermeister, geboren 1812 in Konstanz).

Die acht (lebenden) Stämme der Allenspach sind Nachkommen der Ausburger von Konstanz. Sie sind nach den Bürgerorten der Angehörigen bezeichnet. Es sind dies die Stämme Amriswil TG, Bleiken TG, Erlen TG, Gottshaus-Muolen SG, Hemmiken BL, Kreuzlingen TG, Oberbüren SG und Schweizersholz TG. Diese Bürgerorte sind mit Ausnahme von Hemmiken lauter Ortschaften in der Ostschweiz zwischen den Städten Konstanz und St. Gallen. Die Gemeinde Schweizersholz ist 1997 als politische Gemeinde aufgehoben worden. Ihre Bürger, also auch die Angehörigen des Stammes Schweizersholz, sind jetzt Bürger von Bischofszell TG oder von Neukirch TG. Ebenso ist heute der Ort Bleiken ein Teil der Gemeinde Sulgen TG.

Die Schreibweise des Namens Allenspach hat im Laufe der Jahrhunderte mehrmals geändert. In den ältesten Urkunden (vor 1400) kommen vor: de Alospach oder latinisiert de Alospaco, von Alaspach , Alenspacher, Alaspacher, Alaspach, Alenspach. Das "von" oder "de" verschwindet im fünfzehnten Jahrhundert, da der Zusammenhang mit der Ortschaft offensichtlich nicht mehr bedeutungsvoll ist. Es erscheinen dafür die Schreibweisen Alispach, Allispach, Allaspach, Alespach, Allespach und Allenspach. Seit etwa 1900 ist die Schreibweise einheitlich Alispach für den Stamm Hemmiken und Allenspach für alle andern Stämme. Die Orschaft am Bodensee heisst heute Allensbach.

Die geographische Ausbreitung der Allenspach hat sich während Jahrhunderten auf die Ostschweiz beschränkt. Versuche, in Süddeutschland sesshaft zu werden, scheiterten mit Ausnahme von Konstanz jeweils nach wenigen Generationen. In der Schweiz ist der Stamm Hemmiken der einzige, der sich von den "Stammlanden" um gut 100 km abgesetzt hat. Heute, bei unserer allgemeinen Mobilität, sind die Allenspach wohl über die ganze Schweiz verbreitet, aber ausländische Linien grösseren Umfangs haben sich unseres Wissens nur in den Vereinigten Staaten gebildet. Es ist natürlich unser Anliegen, auch diese ausländischen Familienmitglieder kennenzulernen und in unseren Stammbaum aufzunehmen.

Obwohl der Geschlechtsname Allenspach schon im frühen dreizehnten Jahrhundert auf Urkunden erscheint, reichen unsere Stammbäume bei weitem nicht so weit zurück. Zwar sind die Konstanzer Ausburger im vierzehnten Jahrhundert recht gut dokumentiert, aber in späteren Jahrhunderten ergeben sich leider oft Lücken in der Filiation. Schweizersholz ist der "älteste" Stamm. Sein Stammvater Hennslin Alaspach lebte von 1432 bis 1517. Der Grund dafür, dass unsere Ahnen so weit zurück urkundlich erwähnt sind, ist ihre Sesshaftigkeit. Sie waren meistens Dienstleute des Abtes von St. Gallen. Wären sie nicht sesshaft gewesen, sondern umhergezogen, hätten sie kaum Aufnahme in die Archive, Steuerrödel etc. gefunden, allenfalls in die Gerichtsakten.